»Feinstaub belastet Bürger«

Dirk Nölkenhöner

Der UWG-Fraktion reicht ein Gutachten über die Höhe der Lärmbelastung für die künftige Verkehrsplanung nicht aus. Daher hat ihr Vorsitzender Dirk Nölkenhöner jetzt einen Antrag auf Messung der Feinstaubbelastung gestellt.

 

In seinem Schreiben an Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer fordert er insbesondere für das Umfeld der Hauptverkehrsadern L545 (Bünder Straße) und B239 die Einholung eines Gutachtens über die Feinstaubbelastung,
beziehungsweise deren Messung. Als Begründung gibt er an, dass neben der »konkret zu befürchtenden Gesundheitsgefahr durch die vom Schwerlastverkehr verursachten Lärm-Emissionen« auch von »zunehmender erheblicher Belastung durch zusätzlichen Feinstaub aus dem Kraftfahrzeugverkehr« auszugehen sei.

Im Vorfeld hatte sich Nölkenhöner beim Gesundheitsamt des Kreises Herford erkundigt, ob dort Daten über Emissionswerte wie Feinstaub entlang der beiden Straßen für Hiddenhausen vorlägen. Dem war nicht so. Auch dem Landesumweltamt liegen nach Auskunft von Amtsärztin Dr. Marie-Luise Kluger keine derartigen Daten vor. Sie wies jedoch in ihrem Antwortschreiben darauf hin, dass eine höhere Feinstaubbelastung auch eine höhere Gesundheitsbelastung beinhalte. Da Feinstaub eingeatmet werde, könne es zu Schleimhautreizungen, lokalen Entzündungen in der Luftröhre und in den Bronchien, Verschlimmerungen von bestehenden Lungenvorerkrankungen oder Veränderungen der Regulierungsfunktion des vegetativen Nervensystems kommen.

Dirk Nölkenhöner weist darauf hin, dass die Straßenverkehrsbehörden nach §48 der Straßenverkehrsordnung die Benutzung bestimmter Straßen aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung beschränken oder verbieten können. Der UWG-Fraktionsvorsitzende: »Das gilt insbesondere zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen. Feinstaubbelastungen sind Abgase in diesem Sinne.« Dies bittet er bei der anstehenden Entscheidung über ein Durchfahrtsverbot oder ein Nachtfahrverbot für Lkw sowie die mögliche Reduzierung der Geschwindigkeit zu berücksichtigen.