UWG Hiddenhausen stellt ihr Wahlprogramm vor

Dirk Nölkenhöner strahlt Zuversicht aus. Der Ratsherr und Kandidat (Listenplatz 1) der Unabhängigen Wählergemeinschaft rechnet nach der Kommunalwahl am 25. Mai nicht nur mit einem Wiedereinzug ins Parlament, sondern auch mit einem zusätzlichen Mandat für die UWG. »Dann hätten wir Fraktionsstatus«, sagt der 48-Jährige.

Dafür reichen zwei Sitze in einem Parlament aus. In dieser Legislaturperiode war Dirk Nölkenhöner, der mit seiner Familie in Schweicheln wohnt, quasi Einzelkämpfer. Doch diese Zeiten werden, wenn die Prognosen des Einkaufsleiters für Rohstoffe zutreffen, bald der Vergangenheit angehören. »Wir sind in den einzelnen Stimmbezirken gut aufgestellt und haben auch viele jüngere Leute in unseren Reihen«, sagte Nölkenhöner jetzt bei der Vorstellung des Wahlprogramms. Fünf Kandidatinnen und Kandidaten der UWG sind unter 25 Jahre alt.

Punkten will die Wählergemeinschaft nicht nur beim Thema Verkehr. Hier bleibt es bei der seit langem erhobenen Forderung, ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen auf der Herforder- und der Bünder Straße zu erreichen. Akzente will die UWG auch im kulturellen Bereich setzen. Dirk Nölkenhöner und sein Team möchte neue Wege beschreiten, in dem sie Hiddenhausen zu einer »Kinder-Kultur-Kommune« machen. »Um das Interesse an Kultur zu wecken, müssen wir an der Basis anfangen, in den Kindertagesstätten und in den Grundschulen «, sagt Dirk Nölkenhöner. Die Kleinen sollten frühzeitig vertraut gemacht werden mit Musik oder Museen und mit kulturtreibenden Vereinen, »damit sie erkennen, dass es noch etwas anderes gibt als Computer-Spielkonsolen«. Der UWG schwebt vor, dass interessierten Kindern Paten aus Vereinen und Verbänden zur Seite gestellt werden, die ihr Wissen an Jüngere weitergeben. Auch der Slogan »Kurze Beine, kurze Wege« findet sich im Programm der UWG. Genau dieses Motto sei durch das »skandalöse Verhalten des SPD-Fraktionsvorsitzenden Ulrich Ewering« bei der Bildung der Eingangsklassen an Grundschulen gefährdet gewesen. Der UWG-Politiker: »Hätte die SPD hier mehr Sachverstand walten lassen, hätte es gar nicht zu den berechtigten Protesten von Eltern kommen müssen.«

Ein weiteres Thema, das der UWG am Herzen liegt und sich auch im Programm findet: Die Schaffung von seniorengerechten Wohnmöglichkeiten in allen Ortsteilen: »Vor diesem Problem kann niemand die Augen verschließen.«

Kann sich die UWG nach der Wahl ein Bündnis mit anderen Parteien vorstellen? Was diese Frage betrifft, gibt es eine klare Aussage. Dirk Nölkenhöner: »Die UWG ist selbständig genug, um ihren eigenen Weg zu gehen. Wir würden uns niemals von vornherein auf eine Seite schlagen.« Dennoch, fügt der UWG-Kandidat hinzu, sei man aber natürlich zu Gesprächen jederzeit bereit.