Gemeinde zählt Autos und Lastwagen

Grundlage für ein mögliches Durchfahrtsverbot

Wenn es nach vielen Hiddenhausern geht, sollte es ein Durchfahrtsverbot für den überörtlichen Lkw-Verkehr auf der Herforder und der Bünder Straße geben. Die Gemeinde lässt in diesen Tagen die Fahrzeuge zählen.

 

 

Die Bürgerinitiative »Wir in Hiddenhausen für ein nachhaltiges Verkehrskonzept« und die Familie Bartling hatten im Februar einen Antrag an den Rat auf ein Durchfahrtsverbot für den überörtlichen Lkw-Verkehr – zunächst für die Dauer der Sperrung der Bünder Straße – gestellt. Der Rat stimmte diesem Antrag zu, ein Durchfahrtsverbot muss aber von der Bezirksregierung ausgesprochen werden, informierte Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer gestern. Um den Antrag mit Zahlen zu untermauern, lässt die Gemeinde jetzt das Lkw-Aufkommen auf beiden Straßen untersuchen. Mittels Videozählung kann ein Ingenieurbüro die Zahlen ermitteln. Dabei gab es eine Hürde zu überwinden: »Weil die Anschlussstelle Kirchlengern zur A30 für die nächsten Monate teilweise gesperrt ist, kriegen wir zunächst keine realistischen Zahlen«, sagt Rolfsmeyer. Doch das Ingenieurbüro SHP aus Hannover hat vor fünf Jahren bereits eine Verkehrsmessung durchgeführt, deren Ergebnisse anhand der Videomessung aktualisiert werden können. »Bis wir die aktuellen Zahlen haben, wird es noch einige Wochen dauern, aber wir haben dann eine Gesprächsgrundlage«, sagt Rolfsmeyer.

Damit weitere Verkehrsprobleme in den Ortsteilen erfasst werden können, sollen nach den Sommerferien Planungswerkstätten veranstaltet werden. »Unser Vorteil der guten Verkehrsanbindung in den Ortsteilen bringt auch ein hohes Fahrzeugaufkommen mit sich«, erläutert Rolfsmeyer. In Gesprächen mit Bürgern will das Ingenieurbüro SHP herausfinden, welche Probleme und Wünsche zur Verkehrsführung es in den Ortsteilen gibt. Die Ergebnisse sollen dem Rat vorgestellt werden.