Ein rechtsfreier Raum

Zur Berichterstattung zum Thema Vollsperrung der Bünder Straße schreibt uns der Fraktionsvorsitzende der UWG: 

Durch die Baumaßnahmen an der Bünder Straße im Ortsteil Sundern bahnt sich der Umleitungsverkehr über offizielle und inoffizielle Umleitungsstrecken durch die Gemeinde Hiddenhausen den Weg. Es sind an vielen Stellen massive Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeiten festzustellen, sowie das Befahren eingeschränkt freigegebener Straßen, fahren durch Wohngebiete. Hinzu kommen Beeinträchtigungen durch Lärm, Feinstaub und natürlich wird das Sicherheitsbedürfnis der schwächeren Verkehrsteilnehmer missachtet. Ein Lob ist der Polizei auszusprechen, die nun intensiv den Verkehr beobachtet und Geschwindigkeitsmessungen durchführt.

Ich habe an der Schweichelner Straße eine halbstündige Radarmessung miterlebt. In dieser kurzen Zeit haben sich hier 20 Verkehrsteilnehmer - trotz Fahrbahnverengung und damit verbundenem Gegenverkehr - nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten und sind geblitzt worden. Ohne Fahrbahnverengung wären wohl fünf bis sechsmal so viele Verkehrsteilnehmer geblitzt worden.

Gäbe es ein Lkw-Durchfahrtverbot, wären die negativen Begleiterscheinungen wohl nur halb so schlimm. Es ist daher nicht zu verstehen, dass sich der Landrat immer noch nicht endgültig sich für ein dauerhaftes Lkw-Durchfahrtverbot ausgesprochen hat. Ein entsprechender Antrag der Freien Wähler/UWG liegt seit März 2013 vor.

Auch bin ich enttäuscht von der Tatenlosigkeit Christian Dahms und Stefan Schwartzes (beide SPD) die sich vollmundig auf der Versammlung der Bürgerinitiative “Wir in Hiddenhausen für den Tunnel“ im Novemberfür eine starke Verbesserung  der Verkehrssituation in Hiddenhausen einzusetzen. Ein weiteres Indiz dafür, dass vielen Entscheidungsträgern Hiddenhausen gleichgültig zu sein scheint, ist die Tatsache,dass zukünftig der größte Teil des Verkehrs direkt durch Hiddenhausen durch die Ortsteile Sundern, Lippinghausen und Eilshausen geführt werden soll.

Das jüngste Planfeststellungsverfahren B 61/ B 239 ist eine Ohrfeige für alle Hiddenhauser. Nun muss für die Durchsetzung der Hiddenhauser Belange ein Gang höher geschaltet werden. Das ständige Vertrösten muss aufhören, sonst bleibt Hiddenhausen, für (überregionale) Verkehrsteilnehmer ein rechtsfreier Raum.

Dirk Nölkenhöner, 32120 Hiddenhausen